14.09.2017

Deckelung der steuerlichen Rückstellung auf den handelsrechtlichen Ansatz

Das FG Rheinland-Pfalz hat sich mit Urteil vom 7.12.2016 (Az.: 1 K 1912/14) nun erstmals zur Zulässigkeit der Beschränkung eines Rückstellungsbetrags in der Steuerbilanz „auf höchstens den handelsrechtlichen Wert“ geäußert.

 

In dem derzeit noch nicht rechtskräftigen Verfahren (Revision beim BFH unter dem Az. I R 18/17 anhängig) ist die Bewertung einer Ansammlungsrückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen unter Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG in der Steuerbilanz zu klären.


Der erkennende FG-Senat hat sich in seiner Urteilsbegründung ausführlich mit den vorliegenden Verwaltungsäußerungen als auch Literaturmeinungen auseinandergesetzt und ist hierbei zum Entschluss gekommen, dass der Handelsbilanzansatz als Höchstwert in der Steuerbilanz nicht zu beanstanden ist. Hier bleibt die weitere Entwicklung in dem noch laufenden Revisionsverfahren vor dem BFH abzuwarten.


Empfehlung: Sollten auch Sie von einem identischen Fall betroffen sein und die Rechtslage zu klären haben, besteht nun die Möglichkeit, unter Verweis auf das anhängige Verfahren in Ihrem eigenen Rechtsbehelfsverfahren ein „Ruhen des Verfahrens“ zu beantragen. Gerne stehen wir Ihnen für einen vertiefenden Austausch zur Verfügung.

 

Aus: PKF Themen Öffentlicher Sektor 02/17 | September 2017